Methodik

Auswertung und statistische Eckwerte

Um die Menge der Informationen auf eine vergleichbare Ebene zu stellen, werden für die Entgeltanalyse verschiedene Berufe in sogenannten Jobfamilien zusammengefasst. Sie erleichtern die Einordnung und Vergleichbarkeit der verschiedenen Angaben über Berufsbilder und Gehälter.

Für die jährliche Sammlung von Entgeltdaten wurden im Rahmen von Expertenworkshops insgesamt 74 verschiedene Jobs in 16 Jobfamilien zur weiteren Auswertung eingeteilt. Die Anzahl der zugrunde liegenden Nennungen je Einzeljob sind in der Darstellung ebenfalls enthalten.

Die Datenerhebung erfolgt seit 1999 durch die Mithilfe von Entgeltexpertinnen und -experten, welche in Betriebsratsgremien und Personalbüros entsprechende Befragungen durchführten und auch die Daten von sich beteiligenden Einzelpersonen aufnahmen.

Ausdrücklich nicht in das Frageraster aufgenommen wurden Jobbezeichnungen, welche auf bestimmte Produktnamen beschränkt sind (z.B. SAP-…, Microsoft-…).

Die vorliegenden Daten wurden im vierten Quartal des Vorjahres erhoben. In die Auswertung eingeflossen sind insgesamt:

  • Daten aus 120 Betrieben (im Vorjahr 139)
  • mit insgesamt 35.241 Entgeltinformationen (im Vorjahr 33.117)

Es handelt sich um Gehaltsdaten aus den relevanten Unternehmen der ITK-Branche in Deutschland und von Einzelpersonen. Es beteiligten sich Ausrüster, Software-Anbieter, IT-Services-, Beratungs- und Consulting-Unternehmen sowie auch reine Call Center. Abgesehen von Niederlassungen großer internationaler Unternehmen sind auch zahlreiche mittelständische Firmen und Kleinbetriebe vertreten.

Die Mehrzahl der ausgewerteten Datensätze stammt aus Betrieben, die bereits an den letzten Auswertungen teilgenommen haben, so dass man von einer qualitativ vergleichbaren Datenbasis ausgehen kann.

Fragebögen, die nicht ausreichend ausgefüllt wurden, fanden in der Auswertung keine Berücksichtigung. Statistische Ausreißer wurden außerdem bereinigt.

Unter „Entgelt“ wird das tatsächliche effektive Jahresbruttoeinkommen verstanden, wie es für den jeweiligen Job bezahlt wird. Die durch Arbeitsvertrag, Betriebsvereinbarung oder Tarifvertrag abgesicherten Bestandteile, wie zusätzliches Urlaubsgeld, „13. Monatseinkommen“ oder Jahressonderzahlungen wurden gleichermaßen berücksichtigt. Feste und variable Entgelte wurden differenziert erhoben, und werden somit bei der Auswertung gesondert ausgewiesen.

Die statistische Auswertung der nachfolgenden Entgelt-Tabellen erfolgte aus zwei vorliegenden Datenteilmengen. Sowohl die betrieblich ermittelten 13.083 Gruppendaten als auch die parallel erfassten 22.158 Einzeldaten dienen als Grundlage für die ausgewiesenen Werte, dazu gehören die minimalen und maximalen Firmendurchschnitte, die Quartile und Medianwerte sowie die zusätzlich erfassten Strukturdaten wie Überstunden, Alter und Geschlecht für jede Tätigkeit bzw. jeden Job. Das statistische Ergebnis aller erfassten Entgeltdaten ist pro Job als gewichteter Mittelwert berechnet und dient als Basis für den Jahresvergleich.

Statistische Eckwerte

Bandbreite der Arbeitszeiten

Die Bandbreite der über Tarifvertrag oder Arbeitsvertrag vereinbarten Arbeitszeiten eines Vollzeit Arbeitsverhältnis reicht von 35 Stunden bis 40 Stunden.

Regionale Manteltarifverträge der IG Metall bieten die Möglichkeiten, mit einem Teil der im Betrieb Beschäftigten eine über die tarifliche geregelte Arbeitszeit hinausgehende regelmäßige individuelle Arbeitszeit bis zu 40 Stunden mit proportional steigender Vergütung zu vereinbaren.

Unterschiedliche Arbeitszeiten finden sich auch in den erfassten Datensätzen der ITK-Entgeltanalyse, was uns dazu bewogen hat, die „Basisarbeitszeit“ wie in den letzten Jahren generell auf 35 Stunden pro Woche festzulegen und die Entgeltangaben entsprechend auf eine 35-Stundenwoche umzurechnen.

Will man die Daten zum Beispiel auf eine 40-Stunden-Woche umrechnen, so kann dies z.B. auf der Startseite durch Eingabe der Stundenwerte erfolgen. Alternativ kann auch auf der Jobübersicht der ausgewählte Job mit den gefragten Stunden pro Woche verglichen werden.